Künstler: Negus

Albumtitel: Dare To Dream

VÖ-Datum: 2007

Label / Vertrieb: Cyclone

Steve Negus traut sich noch zu träumen. Sein langjähriger Wunsch ein Soloalbum zu machen, erfüllt sich der ehemalige Schlagzeuger der Band Saga mit Dare To Dream. Mit an Bord sind Meister ihres Fachs, wie Kelly Kereliuk (ehemals Animate) zum Beispiel, der letztendlich den Platz von Mark Severn füllen musste, der leider kurz vor Fertigstellung von Dare To Dream verstarb. An der Gitarre macht er sich allerdings gut, und auch die anderen von Negus gesammelten Recken verfeinern das Album. Herrausgekommen ist ein Album, das nicht nur Fans von Saga gefallen dürfte. Negus Soloprojekt ist sehr viel progressiver als seine ehmalige Band, die ihn beeinflusste und die er beeinflusste. Auf Dare To Dream findet man beispielsweise Querverweise zu Bands wie Pink Floyd, aber auch relativ gesehen eingängigere Passagen Marke Alan Parsons dürfen natürlich nicht fehlen. Außerdem erinnert der Stil zwar stellenweise an Saga, hat aber immerhin noch genug Eigenständigkeit. Songs wie Body And Soul, Satellites oder der Opener Lust zeigen ganz klar, dass Negus es nicht nötig hat sich mit den Federn Sagas zu schmücken. Und in I Rest My Case beweist der Protagonist dieses Werkes ein für alle Mal, dass er einer der besten Drumer der Welt ist. Dare To Dream ist also ein echt tolles Album geworden, dass sich gerade Saga Fans unbedingt zu Gemüte führen sollen. Auch wenn es nicht unbedingt eine Alternative darstellen sollte. Fakt ist jedenfalls, dass man hier ruhig einmal reinhören kann.

8 Punkte / DK